2014 Grüner Veltliner Ried Käferberg Weingut Bründlmayer

Erzeuger Weingut Bründlmayer


Artikel-Nr. 101428

38,98 € *
Inhalt: 0.75 Liter (51,97 € * / 1 Liter)

Die Mindestbestellmenge beträgt 6 Flaschen

 
 
 
 

Rebsorten: 100% Grüner Veltliner

Verkostung

Farbe: helles Strohgelb, mit grünlichen Reflexen Duft: klares, vielschichtiges Bouquet von exotischen Früchten, Aprikosen, Melonen, Pfirsich und Blüten, die mit feinen Röstaromen, Noten von Honig und einem Hauch pfeffriger Würze verschmelzen Geschmack: am Gaumen vollmundig, mit guter Spannung, und opulenter, leicht exotischer Frucht (Ananas, Grapefruit), gestützt von einer eher dezenten Säure, insgesamt viel Fülle und Extrakt, im Finale dominiert der würzige Rebsortencharakter mit großartiger Länge

Die Bodenformation der Riede (= Lage) Käferberg ist absolut außergewöhnlich und im Kamptal einzigartig. In rund 300 m Höhe haben sich hier tonige Meeresablagerungen(!) abgesetzt, die dem Terroir des berühmten Château Pétrus in Pomerol (Bordeaux) gleichen. Für den Genießer klingt das zu Recht verführerisch, weil solche Böden besonders dichte und extraktreiche Weine hervorbringen. Für den Winzer allerdings bedeutet dies zunächst eine enorme Kraftanstrengung, weil diese Böden eine Bearbeitung nur innerhalb bestimmter Zeiten erlauben und ansonsten entweder zu trocken oder zu feucht dafür sind. Obwohl das Käferberg-Terroir für rote Reben prädestiniert wäre, wächst hier ein alter Bestand Grüner Veltliner-Reben, die eine einzigartige Fülle und beinahe süße Konzentration erreichen, dank ihrer Höhenlage aber auch in warmen Jahren oder bei später Lese ein festes Säuregerüst entwickeln. Als Weintyp ist der Grüne Veltliner Käferberg erst seit wenigen Jahren fester Bestandteil der Kamptaler Identität und zählt, neben dem Prototyp aus der Riede Lamm, zu den viel gelobten großen Weinen aus Langenlois.

Passt zu

zu exotisch angehauchten Speisen, wie indischen Currys und Gerichten aus dem Wok, aber auch zur landestypischen Küche Österreichs mit Schweinebraten, Ente oder Kalbsleber

Herstellung

Die Trauben werden behutsam in kleine Kistchen gelesen und auf schnellstem Weg in die Kellerei gebracht, wo man sie, ohne jedes Pumpen oder Umleeren, direkt in die Presse füllt. Die Weine werden in zwei- bis dreijährigen 300-Liter-Fässern aus österreichischer Eiche vergoren und anschließend zur Reife ins (ebenfalls gebrauchte) 2500-Liter-Holzfass gelegt.

tonige Meeresablagerungen auf etwa 300 m Höhe

 

Weingut Bründlmayer

Weingut Bründlmayer

Das Weingut liegt in Langenlois im Kamptal, ungefähr eine Autostunde westlich von Wien. Die Familie Bründlmayer produziert Wein auf ca. 70 ha Rebfläche - zum Großteil in Terrassen angelegt auf trockenen, meist steinigen Böden.

Bereits im Namen spiegelt sich die tiefe Verbundenheit der Familie Bründlmayer mit Boden und Landschaft: - mayer stand für den freien Bauernhof, Bründl- heißt kleiner Brunnen. Der Zugang zu gutem Wasser ließ den Namen entstehen, das Brunnenwasser der Bründlmayers versiegte auch dann nicht, wenn die Flüsse kein oder nur mehr unreines Wasser führten und war für benachbarte Menschen in Dürreperioden oft die letzte Versorgungsquelle.

Der Übergang von der gemischten Landwirtschaft zum Qualitätsweingut wurde von Willi Bründlmayers Vater in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts vollzogen. Dazu gehörte auch die Wiederbepflanzung karger Terrassen, die zwar weniger Ertrag aber höhere Qualität brachten. Wilhelm Bründlmayer sen. ist 1916 geboren, sein Qualitätsstreben wurde 1950 mit dem österreichischen Staatspreis belohnt.

Ein Weg der Synthese von Tradition und Moderne zeichnete sich früh auch für Willi Bründlmayer jr. ab. Im Jahr 1952 geboren, begann er, neben einer soliden Ausbildung, seine Wanderjahre durch die Anbaugebiete der großen Weinnationen. So pflügte der 17-jährige Praktikant am Grand Cru Le Montrachet noch mit einer Pferdestärke den Boden und machte dabei ausführlich Bekanntschaft mit dem burgundischen Terroir.

Die 70er Jahre waren im Weingut Bründlmayer geprägt von Versuchen mit unterschiedlichen ökologischen Bearbeitungssystemen. Was bis heute blieb, ist der tiefe Respekt für das Gleichgewicht der Natur und die Erkenntnis, dass die Weingärten den größten Schatz des Winzers darstellen, wenn sie behutsam aber nachhaltig bewirtschaftet werden. Mechanische Bodenbearbeitung, Verzicht auf Herbizide, chemische Düngemittel und der unterstützende Einsatz von Nützlingen zur Eindämmung des Schädlingsbefalls sind u.a. Resultate dieser ökologischen Experimente. Die folgenden Jahrzehnte sollten auch zur kontinuierlichen Selektion des eigenen Rebmaterials genutzt werden.

Vor allem aber arbeitete Willi Bründlmayer in den 80er Jahren an der Änderung des Profils der österreichischen Hauptrebsorte Grüner Veltliner: vom leichten Trinkwein zum großen lager- und wettbewerbsfähigen Gewächs. Daneben wurden die Böden untersucht und neu bewertet, herausragende Lagen wie Lamm oder Käferberg entdeckt

1979 bis 1983 hatte sich Willi Bründlmayer durch Experimente von der hervorragenden Eignung österreichischer Hölzer für den Fassausbau überzeugt. Abgesehen vom Eichenholz experimentierte er in den 90-er Jahren aber zunehmend mit Akazienfässern. Er setzt sie heute ein, weil sie neutraler sind und dem delikaten Bouquet des hochreifen Grünen Veltliner mehr Eigencharakter belassen.

Seine Beschäftigung mit den Burgunder-Rebsorten und die Vorliebe seiner aus Frankreich stammenden Frau Edwige für Champagner, führten zu einem hauseigenen Winzersekt Bründlmayer Brut, heute für viele der beste Schaumwein Österreichs (Kurier).

Die 90-er Jahre markieren einen enormen Aufschwung in der österreichischen Weinwirtschaft. Die Qualitätsrevolution schaffte eine neue Generation begeisterter Winzer, die von wenigen international bereits erfolgreichen Österreichern angeführt wurden., zu denen sich auch Willi Bründlmayer zählen darf.

Willi Bründlmayer ist der erste Träger der Trophée Gourmet und erster Falstaff-Winzer des Jahres. An der Schwelle des neuen Jahrtausends wurde er vom britischen Weinmagazin Decanter unter die 50 Persönlichkeiten eingereiht, die in den nächsten Jahrzehnten das Gesicht der Weinwelt verändern werden. In den Financial Times nannte ihn Jancis Robinson ein Leuchtfeuer des österreichischen Weinbaus In der Jubiläumsausgabe (Herbst 2007) wählte das hochklassige Wine&Spirits Magazin (USA) Bründlmayer zum best Austian producer der letzen 25-Jahre.

Willi Bründlmayer ist Vorstandsmitglied der Académie Internationale du Vin und Gründungsmitglied der Traditionsweingüter Österreich. Er lebt mit seiner Frau Edwige und den Kindern Vincent, Cécile und Anselm am Weingut in Langenlois.

 

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