2013 Riesling Zöbinger Heiligenstein Weingut Bründlmayer

Erzeuger Weingut Bründlmayer


Artikel-Nr. 102326

22,25 € *
Inhalt: 0.75 Liter (29,67 € * / 1 Liter)

Die Mindestbestellmenge beträgt 6 Flaschen

 
 
 
 

Rebsorten: 100% Riesling

Verkostung

Der Riesling Zöbinger Heiligenstein Erste Lage von Weingut Bründlmayer zeigt ein klares, glänzendes Strohgelb bis Hellgold. In der Nase ein sehr elegantes, delikates Bouquet mit kühler, klarer Rieslingsfrucht. Geradlinig und aromatisch präzise auch am Gaumen, fein nuanciert und vielschichtig zugleich mit frischer weißer Pfirsichfrucht vor feinen Anklängen von Minze, die kräftige, rassig frische Säure unterstreicht Eleganz und dichte Fülle des Weines, ausdrucksvoll mit bemerkenswerter Länge und spürbarem Potenzial

Passt zu

zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, exotischen Gerichten (insbesondere der asiatischen Küche!), zu Hühnchen, Wiener Schnitzel oder auch zu gebratener Gans und Ente, weil sich mit der Reife auch die Kombinationsmöglichkeiten dieses Weines erweitern...

Weitere Informationen

Für seinen Riesling aus dem Zöbinger Heiligenstein lässt Bründlmayer den sanft abgepressten Most bei kühlen 15 bis 20 °C langsam im Edelstahltank vergären und baut den Wein anschließend kurze Zeit im großen Holzfass auf den Feinhefen aus.

Der Zöbinger Heiligenstein Erste Lage ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Am Ausgang des Kamptals ist er Österreichs einzige Sandsteinlage für großen Riesling, er ist die geologisch älteste Lage im Weingut Bründlmayer und sicher auch die berühmteste. Der Boden stammt aus dem Perm (frühes Paläozoikum), ist damit gut 270 Millionen Jahre alt und besteht aus brüchigem, trocken verwittertem Wüstensandstein, durchsetzt mit vulkanischen Anteilen und Resten urzeitlicher Pflanzen. Dank dieser geringen Kompaktheit können die Reben hier leicht tief wurzeln, um an die begehrten Grundwasservorräte zu gelangen. Nimmt man noch das Klima und die perfekte Hangneigung in südöstlicher bis südwestlicher Ausrichtung hinzu, so ist schnell klar, weshalb der Heiligenstein als Schlüssellage des Kamptals gilt. Am Tag genießen die Reben die warm aufsteigende Luft und die pannonischen Einflüsse aus dem Osten, während in der Nacht kalte Luft aus dem Waldviertel herüberweht und durch diese nächtliche Abkühlung die aromatische Entwicklung der Trauben und Bewahrung der rassigen Säure unterstützt. Bründlmayer bereitet seinen Zöbinger Heiligenstein als klassische Variante (Kamptal DAC), ergänzt mit den Lagenreserven Lyra und Alte Reben.

 

Weingut Bründlmayer

Weingut Bründlmayer

Das Weingut liegt in Langenlois im Kamptal, ungefähr eine Autostunde westlich von Wien. Die Familie Bründlmayer produziert Wein auf ca. 70 ha Rebfläche - zum Großteil in Terrassen angelegt auf trockenen, meist steinigen Böden.

Bereits im Namen spiegelt sich die tiefe Verbundenheit der Familie Bründlmayer mit Boden und Landschaft: - mayer stand für den freien Bauernhof, Bründl- heißt kleiner Brunnen. Der Zugang zu gutem Wasser ließ den Namen entstehen, das Brunnenwasser der Bründlmayers versiegte auch dann nicht, wenn die Flüsse kein oder nur mehr unreines Wasser führten und war für benachbarte Menschen in Dürreperioden oft die letzte Versorgungsquelle.

Der Übergang von der gemischten Landwirtschaft zum Qualitätsweingut wurde von Willi Bründlmayers Vater in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts vollzogen. Dazu gehörte auch die Wiederbepflanzung karger Terrassen, die zwar weniger Ertrag aber höhere Qualität brachten. Wilhelm Bründlmayer sen. ist 1916 geboren, sein Qualitätsstreben wurde 1950 mit dem österreichischen Staatspreis belohnt.

Ein Weg der Synthese von Tradition und Moderne zeichnete sich früh auch für Willi Bründlmayer jr. ab. Im Jahr 1952 geboren, begann er, neben einer soliden Ausbildung, seine Wanderjahre durch die Anbaugebiete der großen Weinnationen. So pflügte der 17-jährige Praktikant am Grand Cru Le Montrachet noch mit einer Pferdestärke den Boden und machte dabei ausführlich Bekanntschaft mit dem burgundischen Terroir.

Die 70er Jahre waren im Weingut Bründlmayer geprägt von Versuchen mit unterschiedlichen ökologischen Bearbeitungssystemen. Was bis heute blieb, ist der tiefe Respekt für das Gleichgewicht der Natur und die Erkenntnis, dass die Weingärten den größten Schatz des Winzers darstellen, wenn sie behutsam aber nachhaltig bewirtschaftet werden. Mechanische Bodenbearbeitung, Verzicht auf Herbizide, chemische Düngemittel und der unterstützende Einsatz von Nützlingen zur Eindämmung des Schädlingsbefalls sind u.a. Resultate dieser ökologischen Experimente. Die folgenden Jahrzehnte sollten auch zur kontinuierlichen Selektion des eigenen Rebmaterials genutzt werden.

Vor allem aber arbeitete Willi Bründlmayer in den 80er Jahren an der Änderung des Profils der österreichischen Hauptrebsorte Grüner Veltliner: vom leichten Trinkwein zum großen lager- und wettbewerbsfähigen Gewächs. Daneben wurden die Böden untersucht und neu bewertet, herausragende Lagen wie Lamm oder Käferberg entdeckt

1979 bis 1983 hatte sich Willi Bründlmayer durch Experimente von der hervorragenden Eignung österreichischer Hölzer für den Fassausbau überzeugt. Abgesehen vom Eichenholz experimentierte er in den 90-er Jahren aber zunehmend mit Akazienfässern. Er setzt sie heute ein, weil sie neutraler sind und dem delikaten Bouquet des hochreifen Grünen Veltliner mehr Eigencharakter belassen.

Seine Beschäftigung mit den Burgunder-Rebsorten und die Vorliebe seiner aus Frankreich stammenden Frau Edwige für Champagner, führten zu einem hauseigenen Winzersekt Bründlmayer Brut, heute für viele der beste Schaumwein Österreichs (Kurier).

Die 90-er Jahre markieren einen enormen Aufschwung in der österreichischen Weinwirtschaft. Die Qualitätsrevolution schaffte eine neue Generation begeisterter Winzer, die von wenigen international bereits erfolgreichen Österreichern angeführt wurden., zu denen sich auch Willi Bründlmayer zählen darf.

Willi Bründlmayer ist der erste Träger der Trophée Gourmet und erster Falstaff-Winzer des Jahres. An der Schwelle des neuen Jahrtausends wurde er vom britischen Weinmagazin Decanter unter die 50 Persönlichkeiten eingereiht, die in den nächsten Jahrzehnten das Gesicht der Weinwelt verändern werden. In den Financial Times nannte ihn Jancis Robinson ein Leuchtfeuer des österreichischen Weinbaus In der Jubiläumsausgabe (Herbst 2007) wählte das hochklassige Wine&Spirits Magazin (USA) Bründlmayer zum best Austian producer der letzen 25-Jahre.

Willi Bründlmayer ist Vorstandsmitglied der Académie Internationale du Vin und Gründungsmitglied der Traditionsweingüter Österreich. Er lebt mit seiner Frau Edwige und den Kindern Vincent, Cécile und Anselm am Weingut in Langenlois.

 

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