Bordeaux 2013 - Quo vadis

Bordeaux 2013 - Quo vadis

Dieser Tage erhalten wir minütlich die Offerten der 2013er Bordeaux Subskription ins Postfach. Wir können uns an keine Kampagne erinnern, in der die Chateaus ihre Preise derart früh lanciert haben. Die Kampagne des 2008er Jahrgangs begann zwar ebenfalls mit einem frühen Paukenschlag, bei dem die Primer Crus Ihre Preise direkt zum Kampagnenstart veröffentlichten, danach zog es sich dann aber doch noch.

Bordeaux 2013 - eine schnelle Primeurkampagne

Beim 2013er Jahrgang sind knapp 3 Wochen nach Start der Primeurofferten bereits über 200 Weingüter auf dem Markt und Chateau Pontet Canet als „Early Bird“ hat seinen Preis bereits vor der offiziellen Verkostungswoche Anfang April lanciert. Ein Novum, dass es so bei keiner früheren Kampagne gegeben hat.

Einige Weingüter (u.a. Chateau Malescasse) haben sich entschieden im 2013er Jahrgang aufgrund der miserablen Qualität gar keinen Wein auf den Markt zu bringen. Die Menge an Lesegut, die in die sogenannten Erstweine gelang, war in keinem Jahrgang geringer und die Bewertungen der internationalen Presse lassen ebenfalls kein gutes Haar an den Weinen.

Die Lager in Bordeaux sind mit Weinen des 2011er & 2012er Jahrgang immer noch gut gefüllt und angesichts des dritten schlechten Jahrgangs in Folge haben die Chateaubesitzer scheinbar kapiert, dass sich etwas ändern muss, will man nicht einen dritten Jahrgang beinahe komplett einlagern.

Man sollte also davon ausgehen, dass ein Umdenken in Bordeaux stattfindet und die Chateaubesitzer von Ihren hohen Rössern absteigen und sich dem "gemeinen Bordeaux Liebhaber" annähern.

Man sollte…

Bordeaux 2013 Quo Vadis - St. Emilion

Bordeaux 2013 - zu geringe Preisabschläge

Bei den Preisvorstellungen, die wir aus Bordeaux erhalten, können wir vielfach nur mit dem Kopf schütteln. Teilweise gibt es gar keine Abschläge zu 2012, dann nur Miniabschläge im einstelligen Prozentbereich und einige wenige Unbelehrbare schlagen sogar noch drauf. Die Wenigen, die es richtig gemacht haben (Lynch Bages, La Fleur Petrus, Domaine de Chevalier) sind dann auch schnell ausverkauft, der Rest wird es verdammt schwer haben, seine 2013er Ernte an den Mann/Frau zu bringen.

Sollten Sie den 2013er Bordeaux Jahrgang in der Subskription kaufen?

Aus folgenden generellen Gründen bietet sich eine Subskription von Weinen an:

  • möglicher Wertzuwachs bis zur Arrivage der Weine
  • gesicherte Herkunft der Weine (direkt vom Chateau)
  • die Möglichkeit, die Weine in Sonderformaten zu erwerben

Wenn Sie also auf der Suche nach besonderen Großflaschen sind, sollten Sie sich diese in der Subskription sichern. Einen Wertzuwachs wird es bei der Qualität nicht geben und die Weine wird es auch bei der Arrivage 2016 noch direkt vom Chateau geben.

Jahrgang 2008, 2009 & 2010 sichern

Sie als Bordeaux-Liebhaber können sich beruhigt zurücklehnen. Lassen Sie den 2013er Jahrgang links liegen, bzw. suchen sich die wenigen guten Angebote heraus. Eile ist nicht geboten, vieles wird es auch noch bei der Arrivage in 2016 zum identischen Preis geben.

Konzentrieren Sie sich vielmehr auf die noch verfügbaren Weine aus den Jahrgängen 2008, 2009 & 2010. Gerade aus den exorbitant guten Jahrgängen 2009 & 2010 gibt es eine Vielzahl guter Weine im unteren Preisbereich mit sehr viel Qualität. Der 2008er Jahrgang bietet viele Weine mit moderatem Alkoholgehalt und klassischer, feiner Bordeauxfinesse und die Preis liegen unter denen der 2013er Weine.

Wir haben unser Angebot aktualisiert und bieten Ihnen eine Vielzahl ausgesuchter Weine mit gutem Preis- /Leistungsverhältnis.

-> Die Weine des 2010er Jahrgangs finden Sie unter diesem Link

-> Die Weine des 2009er Jahrgangs finden Sie unter diesem Link

-> Die Weine des 2008er Jahrgangs finden Sie unter diesem Link

 
 

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