Saale Unstrut - Lange Tradition unter schwierigen Umständen

Saale Unstrut - Lange Tradition unter schwierigen Umständen
Saale Unstrut

Entlang der Flusstäler von Saale und Unstrut, im Süden Sachsen-Anhalts findet man das nördlichste Qualitätsweinanbaugebiet Europas.

Stolze Burgen, der Naturpark Saale-Unstrut-Triasland und natürlich der Terrassenweinbau, prägen diese tausendjährige Kulturlandschaft um Freyburg, Naumburg und Bad Kösen.

Das mitteldeutsche Weinbaugebiet zählte einst mit bis zu 10.000 Hektar zu den größten Rebflächen Deutschlands. Heute wird „An der Saale hellem Strande“ nur noch im südlichen Sachsen-Anhalt und im Norden Thüringens Weinbau betrieben. Das Anbaugebiet umfasst ca. 650 Hektar Rebfläche und ist damit eines der kleinsten in Deutschland.

Weinbautradiotion vor und nach der Wende

Die Tradition des mehr als 1000 Jahre alten Weinbaus in der Region wurde trotz schwieriger Umstände auch während der Teilung Deutschlands beständig fortgeführt. Die Nachfrage nach den Weinen der östlichen Anbaugebiete war jedoch bei weitem höher als das Angebot, so dass sie allenfalls als so genannte „Bückware“, nämlich ausschließlich unter der Ladentheke, für den Verbraucher erhältlich waren.

Mit der Wiedereinführung der Marktwirtschaft fand sich eine junge, aufgeschlossene Winzergeneration, die es sich mit großem Ehrgeiz und Idealismus zur Aufgabe gemacht hat, dem Weinland Saale-Unstrut auch überregional wieder Anerkennung zu verschaffen. Duftig feine Silvaner, kernige und kräftige Weißburgunder, aber auch mineralische, variantenreiche Rieslinge zeugen vom Potenzial der Lagen und dem Anspruch der Winzer. Meist trocken ausgebaut, sind sie mit ihrem Spiel zwischen Extrakt und Säure Bekenntnis zum feinwürzigen Gebietstyp.

 
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