Württemberg - Weinbautradition am Neckar

Württemberg - Weinbautradition am Neckar
Württemberg

Der Neckar ist die Hauptader des württembergischen Weinbaugebietes . Auf zweihundertfünfzig Flusskilometern nimmt er seinen Weg, vorbei an den Juraschichten der Schwäbischen Alb, berührt bei Stuttgart das Keuperland und schneidet sich in tiefen Windungen durch den Muschelkalk nach Norden. Zusammen mit seinen Gehilfen, den Zuflüssen Kocher, Jagst, Murr, Enz und Rems hat er im Laufe von vielen Millionen Jahren die heutigen Rebenhänge zu einer unverwechselbaren und doch so abwechslungsreichen Weinlandschaft geformt.

Die Württemberger Weine wachsen überwiegend auf tiefgründig aufgewitterten, rötlich-warmen Keupermergeln, den Ablagerungen eines urzeitlichen Meeres. An der Rems, im Bottwartal, am Stromberg und im Zabergäu, bei Heilbronn und in Hohenlohe sind es vor allem die Schichtungen des Gipskeupers und der Bunten Mergel mit ihrem großen natürlichen Vorrat an Mineral- und Nährstoffen, die dieser Landschaft ihre Fruchtbarkeit schenken.

In den engen Talwindungen des mittleren Neckartales sowie an Enz, Jagst und Kocher tritt hingegen der fossilienreiche Muschelkalk an Steilhängen zu Tage. Schmale Rebterrassen, gestützt von wärmespeichernden Natursteinmauern geben dort Zeugnis von der jahrhundertealten Weinbautradition Württembergs.

 
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