Weine aus dem Languedoc

Languedoc

Das Languedoc erstreckt sich entlang des Mittelmeers von der Rhônemündung im Osten bis zum Département Pyrenées- Prientales, identisch mit dem Roussillion, im Westen. Es ist Frankreichs größtes Weinanbaugebiet mit einer Rebfläche von ungefähr 300 000 ha und umfasst die Départements Aude, Gard und Herault.

Der Weinanbau in dieser Region ist seit der römischen Besatzung dokumentiert und die Weine wurden damals schnell bekannt. Mit dem Ende der Römerzeit verlor der Weinanbau an Bedeutung. Erst ab dem Mittelalter wurde der Weinanbau wieder forciert und unterstützt durch die Universität in Montpellier, neue Klostergründungen und den Ausbau von Verkehrswegen.

Mehltau und Reblaus richteten im 19. Jahrhundert großen Schaden an. Trotzdem stieg die Produktionsmenge an, denn nun wurden auch fruchtbare Tallagen als Anbaufläche benutzt. Allerdings wurden oft Massenerzeugnisse produziert, die aufgrund von Menge und Qualität nicht immer absetzbar waren.

Erst ab 1980 wurde auf mehr Qualität geachtet, und heutzutage findet man oft herausragende Qualität zum bezahlbaren Preis.

Auf den Rebflächen des Languedoc werden hauptsächlich Rotweinsorten angebaut.

Hier wird fast ein Drittel der gesamten französischen Weinproduktion erzeugt, darin enthalten die Hälfte der französischen Tafelweine und drei Viertel der Landweine.

Zur Qualitätssteigerung wurden und werden zunehmend Rebsorten wie Syrah, Mourvèdre und Grenache angepflanzt.

Die Rebflächen liegen meistens entlang der 250 km langen Küstenlinie auf flachem Untergrund oder an den Hügeln des bergigen Hinterlandes. Das im Sommer heiße und trockene Klima und die milden Winter lassen zusammen mit den vielfältigen Bodenbeschaffenheiten Weine von großer Vielfalt und Qualität entstehen.

 
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