Friaul - hervorragende Weißweine

Friaul - hervorragende Weißweine
Friaul

Das Friaul (ital. Friuli-Venezia Giulia) mit der Hauptstadt Triest ist ein Weinbaugebiet im äußersten Nordosten Italiens. Im Norden grenzt es an Österreich, im Osten an Slowenien, ansonsten wird es im Westen durch die Ostalpen begrenzt sowie im Süden durch die Ebenen von Venetien. Die nahe liegenden Julischen Alpen haben ihren Namen von Julius Caesar, der seine Herrschaft bis hierhin ausdehnte und sich auch im Namen der Region wiederfindet. Die Stadt Forum Iulii (gegründet 53 v.Chr.) ergab dann im Laufe der Zeit den Zusatz Friuli.

Schon die Kelten betrieben in dieser Gegend Weinbau, der dann von den Römern ergänzt und verfeinert wurde. Hier wurden auch in früherern Zeiten die Handelswege nach Norden kontrolliert. Die Repubklik Venedig eroberte dann im Mittelalter den westlichen Teil des Gebietes, während der durch den Fluss Judrio getrennte östliche Teil lange unter der Herrschaft der Habsburger stand. Das machte sich auch im Weinanbau bemerkbar mit eher roten Weinen im Westen und weißen Weinen im Osten.

Durch verbesserte Kellermethoden und ambitionierte Erzeuger stieg die Gegend im Laufe der Jahre zur besten Weißweinregion Italiens auf, hier besonders in den Unterregionen Collio, Colli Orientali, Isonzo und Carso. Auf über 15.000 Hektar Rebfläche werden pro Jahr fast 1.500000 hl Wein erzeugt. Davon werden 600.000 hl als DOC-Wein abgefüllt. Es gibt 2 DOCG-Gebiete, in denen ausgezeichnete Süßweine hergestellt werden. (Picolit und Ramandolo)

Die warmen Luftströme aus den Ebenen von Venetien sowie der Schutz vor kalten Winden durch die Julischen Alpen lassen gepaart mit einem lockeren, mineralischen und nährstoffarmen Boden Reben von hoher Qualität wachsen. Die Rebstöcke treiben ihre langen Wurzeln leicht ins Erdreich, finden dort auch bei Trockenheit genügend Feuchtigkeit sowie mineralische Nährstoffe. Der Boden ist sehr locker und wird gegen Erosion mit einer Grasbepflanzung geschützt. Die besten Lagen befinden sich an den Hängen der Endmoränen rund um die Ebenen.

Mengenmäßig sind bei den Weißweinen Pinot Grigio, Sauvignon Blanc und der Friulano (bis 2008 noch unter dem Namen Tocai bekannt) die wichtigsten Rebsorten. Daneben werden mit dem Pinot Bianco, Chardonnay, Giera (Prosecco), Verduzzo und Müller-Thurgau noch andere weiße Rebsorten angebaut und zu Weinen mit guter Qualität veredelt. Mit dem Ribolla Gialla als autochthoner Rebsorte kommen seit einiger Zeit Weißweine mit hoher Qualität auf den Markt.

Fast die Hälfte der Weine aus dem Friaul sind Rotweine. Sie sind nicht so bekannt wie die Weißweine, aber qualitativ ordentliche Alltagsweine. Dabei bringen die internationalen Sorten Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Merlot die besten Ergebnisse. Der Pignolo als autochthone Rotweinsorte gewinnt an Bedeutung und ergibt einen komplexen, dichten und lagerungsfähigen Rotwein.

 
 
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2013
Italien | Friaul weiss
Marco Felluga Molamatta Bianco 2013 075

Molamatta Bianco

Marco Felluga

Rebsorten: 40% Tocai Friulano, 40% Pinot Bianco, 20% Ribolla Gialla Verkostung In der Nase ein elegantes Bouquet...


Inhalt: 0.75 Liter
39,95 € *
(53,27 € * / 1 Liter)