Weine aus Ligurien

Weine aus Ligurien
Ligurien

Die Region Ligurien (ital. Liguria) liegt mit der Hauptstadt Genua im Nordwesten Italiens an der rund 350 km langen Mittelmeerküste zwischen der französischen Grenze im Westen und dem nördlichen Rand der Toskana. Im Norden grenzt Ligurien an das Piemont. Westlich von Genua wird der Küstenbereich „Ponente“ genannt, östlich von Genua heißt er „Levante“.

Genua war schon in der Antike ein wichtiger Hafen und hier wurde im Mittelalter neben Venedig eine große Menge Wein umgeschlagen.

Ligurien ist mit ungefähr 3.500 Hektar Rebfläche und ca. 300.000 hl erzeugtem Wein eine kleine Weinregion. 500 Hektar sind als DOC-Regionen mit 15.000 hl Ertrag klassifiziert. Es werden zu drei Viertel Weißweine und zu einem Viertel Rotweine erzeugt. Das schroffe und bergige Land ist nur schwer zu bearbeiten.

Weinanbau findet hier oft auf terrassiertem Untergrund unter schweren Bedingungen statt, und das schon seit der Zeit der Etrusker und Römer. Der dadurch eingeschränkte Weinanbau lässt nur geringe Mengen Wein zu, so dass ligurischer Wein wenig exportiert wird. Die Terrassen in der Cinque Terre gehören heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Auf den Böden mit hohem Kalkgehalt wachsen Albarola, Pigato (und/oder Vermentino), Bosco und Lumassina als weiße Weinsorten und Granaccia, Polera Negra, Rossese, Sangiovese und Ormeasco als Rotweinsorten. Besonders die weißen Weine gewinnen durch den kalkreiche Boden eine ausgeprägte Würze und Mineralität.

An der Küste herrscht ein Mittelmeerklima mit trockenen heißen Sommern und milden feuchten Wintern. Die Apenninen und Ligurischen Alpen mit semikontinentalem Klima bieten Schutz vor kalten nördlichen Winden und erzeugen durch Auf- und Abwinde im Tagesverlauf für einen regen Luftaustausch.

 
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