Weine aus dem Piemont - Das Burgund Italiens

Weine aus dem Piemont - Das Burgund Italiens
Piemont

Zwischen der Schweiz im Norden, Frankreich im Westen und im Süden begrenzt durch die Ausläufer der Apenninen liegt das berühmteste Weinanbaugebiet Italiens: das Piemont mit der Hauptstadt Turin.

Mit über 25.000 Quadratkilometer Landfläche ist es nach Sizilien die zweitgrößte Region.

Der Name Piemont (frz.: pié de monte = am Fuße der Berge) wird seit dem 13. Jahrhundert verwendet. Seit dem Mittelalter sind Weine aus der Region bekannt. Piemont stand im frühen Mittelalter unter der Herrschaft Savoyens. Der französische Einfluss machte sich auch im Weinbau bemerkbar. Piemont wird nicht selten als das "Burgund Italiens" genannt, geprägt im Weinanbau von vielen kleinen Familienweingütern.

Die Weinanbaufläche umfasst ungefähr 55.000 Hektar Rebfläche. Davon liegt ein großer Teil in den sonnenreichen Hanglagen des südöstlichen Hügellandes.

Die Region besitzt die meisten DOC-Zonen Italiens (weit über 50), die rund ein Viertel der DOC-Weinproduktion Italiens ausmachen. Dazu kommen noch über 10 als DOCG eingestufte Spitzenweine. Die meisten DOC-Weine sind Weißweine.

Wichtige Anbaugebiete finden sich in Asti, Carema, Canavese, Caluso, den Vercelli- und Novara-Bergen als auch in den Hügeln von Monferrato und Langhe bei Alba. Hier ist der Schwerpunkt des Weinanbaus und ebenfalls Heimat der weißen Trüffel.

Die Rebsorten im Piemont

Von den weit über 100 zugelassenen Rebsorten, viele davon auch autochthon, sind die bekanntesten die Barbera- , Nebbiolo- und Dolcetto-Traube als Rotweintrauben und die Moscato- , Gavi- und Arneis-Traube als Weißweintrauben.

Während die Barbera-Traube Grundlage für einen spritzigen Rotwein mit guter Säure und Aromen von frischen Pflaumen und Kirschen darstellt, wird die Nebbiolo-Traube mit den ausgeprägten Tanninen und dem Teer- und Rosen-Bouquet zu den bekannten Barolo- und Barbaresco-Weinen verarbeitet. Diese beiden Sorten begründen hauptsächlich den Ruhm des Piemont als Anbaugebiet für qualitativ hochwertigen Rotwein.

Doch auch der unkomplizierte Dolcetto gewann in den letzten Jahren zunehmend an Qualität und Bekanntheit. Krönung der Arbeit ist sicherlich die Anerkennung des Dolcetto di Dogliani Superiore zum DOCG - Wein im Juli 2005.

Die Moscato-Traube ist Grundlage für den Moscato d`Asti und den Schaumwein Asti Spumante.

Ausgangspunkt für den Gavi (auch: Cortese di Gavi) ist die lokale Rebsorte Cortese. Guter Gavi ist fruchtig und aromatisch, ein wenig herb und manchmal mit einer Zitronennuance. Er wird teilweise im Barrique ausgebaut.

Zunehmend beliebt als Weißwein macht sich auch der Arneis. Mit Aromen von Mandel, grünem Apfel, Birne und Melone muten die besseren Arneis-Weine wie eine Mischung von Gewächsen der Rebsorten Sauvignon Blanc und Viognier an.

 
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