Weine aus Venetien - Vielfältige Weinregion und Amarone

Weine aus Venetien - Vielfältige Weinregion und Amarone
Venetien

Die Region Venetien (ital. Veneto) mit der Hauptstadt Venedig liegt im Nordosten Italiens und erstreckt sich westwärts bis an den Gardasee und die Lombardei, nordwärts bis an die Alpen und lokal an die Grenze zu Österreich, sowie südlich bis an die Lombardei.

Geographisch gesehen ist Venetien die vielfältigste Weinanbauregion Italiens:

  • ein Drittel wird von Gebirgszügen und ihren Ausläufern bedeckt, in der zentralen Ebene verfügt die Region ebenso über ausgedehnte Reisfelder wie einen 150 Kilometer langen Küstenstreifen.
  • Die Weinanbaufläche umfasst mehr als 75.000 Hektar mit einer breiten Palette von Weinstilen. Auf knapp 25% dieser Flächen werden Qualitätsweine mit DOC-Status angebaut.
  • 100.000 Weingüter mit zum Teil nur einem Hektar Anbaufläche produzieren fast 100 verschiedene Weine.

Die dominierende Rebsorte ist die weiße Garganega als Grundlage für den Soave, gefolgt von Pinot Grigio, Pinot Bianco, Friulano (früher Tocai) sowie Verduzzo und Trebbiano. Corvina Veronese, Corvinone, Rondinella und Molinara sind bei den roten Sorten führend. Französische Sorten, wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Chardonnay bei Rot- und Weißweinen zur Qualitätssteigerung gewinnen aber zunehmend an Bedeutung.

Der Amarone aus dem Gebiet des Valpolicella gilt neben dem Barolo und dem Brunello als einer der drei große Rotweine Italiens. Valpolicella-Weine werden in der Region nördlich von Verona hergestellt.

Am Ufer des Garda-Sees wird der leichte und erfrischende Bardolino als Rotwein angebaut.

Der aus der Prosecco-Traube hergestellte Schaumwein zählt zu den beliebtesten Schaumweinen Italiens. Man findet ihn aber auch als normalen Weißwein hergestellt.

Die üppige Weinlandschaft wurde schon von den Etruskern genutzt, dann später auch von den Römern. Der Weinbau erlebte eine Blütezeit, als die Republik Venedig mit seinen Galeeren im 15. Jahrhundert das Mittelmeer beherrschte.

Klimatisch liegt die Region auf der Grenze zwischen den etwas kühleren Alpenbrisen vom Norden und den wärmeren, auch vom mediterranen Klima beherrschten Luftmassen aus Süden.

 
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